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Vom Palmenstrand zum Wüstenrand - eine Reise durch Ghana – Burkina Faso

 

Tag 1

Willkommen in Ghana

 

Akwaaba! Willkommen in Ghana! Ihr/e Reiseleiter/in begrüßt Sie gegen Abend am Flughafen Kotoka in Accra, der Hauptstadt Ghanas. Zusammen fahren wir ins circa 32 km entfernte Aburi in den Akwapim-Bergen. In einem Begrüßungsgespräch erhalten Sie detaillierte Informationen zum Reiseverlauf und praktische Tipps für Ihren Aufenthalt in Westafrika.

 

Tag 2

Botanischer Garten in Aburi und Ausflug nach Akosombo

 

Der in angenehm frischen 450 Meter Höhe liegende Ort Aburi diente früher den britischen Kolonialbeamten als Ort der Sommerfrische und ist mit seinem gesunden Klima heute ein beliebtes Ausflugsziel für die gestressten Bewohner der Metropole Accra. Die Hauptattraktion der Stadt ist der über die Grenzen des Landes hinaus berühmte Botanische Garten. Der 1890 von der Kolonialmacht Großbritannien angelegte Park ist ein Garten Eden für Erholungssuchende und botanisch Interessierte und bietet einen idealen Auftakt zu unserer 19-tägigen Rundreise. Hier sind nicht nur Pflanzen zu sehen, die in Ghana beheimatet sind, sondern auch eingeführte exotische Gewächse aus Asien, Südamerika und anderen Teilen Afrikas.

Hohe schlanke Königspalmen säumen die Allee, über die wir die 65 Hektar große Gartenanlage betreten. Sie führt uns direkt zu einer Rasenfläche, wo ein tropischer Gigant in den Himmel ragt: ein 150-jähriger Kapokbaum, der einzige Überlebende des Waldes, der hier vor der Ankunft der Briten stand. Daneben riesiger Bambus aus China und eine eigenartig geformte Hosana-Palme aus Südafrika. Ins Staunen versetzt uns ein bizarres Spiel der Natur: 30 Jahre hat es gedauert, bis eine hartnäckige Würgefeige erfolgreich ihren imposanten Wirtsbaum, eine Afzelia africana, umschlungen und ausgehöhlt hat. Alle Pflanzen sind sehr gut beschriftet, doch auch ein botanisch ausgebildeter Führer begleitet uns auf unserem Rundgang.

Wir setzen unseren Tagesausflug fort in Richtung Akosombo. Bereits nach wenigen Kilometern erreichen wir den Ort Mampong, wo wir einen kurzen Abstecher zur Farm von Tetteh Quarshie machen. Er brachte 1876 die ersten Kakaopflanzen von der Insel Fernando Po nach Ghana. Was zuerst nur ein einfaches Experiment war, um zu sehen, ob die fremden Bäume überhaupt in Ghana wachsen würden, erwies sich als voller Erfolg: die exotischen Bohnen avancierten zur wichtigsten Kulturpflanze Ghanas und entwickelten sich neben Gold zum Hauptexportschlager des Landes. Bei einem Rundgang über die Farm erklärt uns ein Angestellter den Verarbeitungsprozess des Kakao, und wir können noch einige der über hundert Jahre alten Originalpflanzen von Tetteh Quarshie sehen.

Zur Mittagszeit erreichen wir Akosombo. Nach einem erquickenden Snack werfen wir einen Blick auf die beeindruckende 670 Meter lange und 135 Meter hohe Mauer des Staudamms. Hier wird der Volta,  mit etwa 1600 Kilometer Länge Ghanas längster Fluss, gestaut. Er bildet einen immensen, 8500 km² großen See, was ihn zum größten künstlichen See der Welt macht: das Lebenselixier Ghanas. Trinkwasser, Stromversorgung und die Existenz verschiedener Wirtschaftszweige werden dank dieses gewaltigen Bauwerks gewährleistet. Jenseits des Staudamms fließt der Volta gemächlich Richtung Küste. Hier werden wir eine etwa 1-stündige geruhsame Bootsfahrt in pittoresker Umgebung unternehmen. Anmutig erheben sich die bewaldeten Akwamu-Berge über das Ufer des Volta und verleihen der Landschaft eine sanfte Schönheit. Am Nachmittag fahren wir zurück nach Aburi.

 

                

 

 

Tag 3

Aburi – Accra - Anomabo

 

Nach dem Frühstück bringt uns eine circa 1-stündige  Busfahrt nach Accra. Wir machen wir uns auf zur Besichtigung der 2-Millionen-Metropole am Golf von Guinea. Der Grundstein von  Accra  wurde bereits im 15. Jahrhundert gelegt, als die dort ansässigen Ga begannen, mit den vorbeisegelnden Portugiesen Handel zu treiben. Als das lukrative Geschäft mit den Sklaven begann, erschienen alsbald auch andere Europäer auf der Bildfläche: Holländer, Schweden, Dänen und Briten bauten trutzige Burgen auf dem Gebiet des heutigen Accra und in seiner Umgebung. So entstanden nacheinander 1650 die holländische und später britische Festung Ussher Fort, 1657 die von Schweden begonnene und anschließend von Dänen vollendete  Burg Christiansborg und 1663 das britische James Fort. Alle drei Bauwerke sind heute noch erhalten, wobei nur Ussher Fort der Öffentlichkeit zugänglich ist.  Christiansborg ist jetzt Amtssitz des Präsidenten und James Fort dient heute als Gefängnis.

Wir beginnen unsere Besichtigung auf dem in Küstennähe gelegenen Independence Square, wo sich stolz ein wuchtiger Triumphbogen erhebt. Vier in die verschiedenen Himmelsrichtungen weisende schwarze Sterne zieren sein Dach: Zeichen für Freiheit und Gerechtigkeit. Das mächtige Monument wurde anlässlich Ghanas Unabhängigkeit im Jahre 1957 errichtet und befindet sich neben einem riesigen Paradeplatz, auf dem 30.000 Menschen Platz finden. Wir fahren weiter in westlicher Richtung, wo sehr bald schon linkerhand das Kwame Nkrumah Mausoleum auftaucht. In einem schön angelegten Park steht das 1992 eingeweihte Grabmal des ersten Präsidenten von Ghana. Weiter geht es entlang der High Street vorbei am alten Parlamentsgebäude, der Holy Spirit Kathedrale, den mächtigen Mauern von Ussher und James Fort bis  nach James Town, der Altstadt von Accra. James Town ist das stimmungsvollste Viertel Accras:  viele Gebäude aus der Kolonialzeit prägen das Stadtbild und im Fischerhafen herrscht morgens ein geschäftiges Treiben. Schon von weitem ist der 30 Meter hohe Leuchtturm zu sehen, das Wahrzeichen von James Town.

Mit Eindrücken der hauptstädtischen Geschäftigkeit setzen wir unsere Reise am Nachmittag fort auf der Küstenstraße nach Anomabo.

 

 

Tag 4

Anomabo - Elmina

 

Am Morgen fahren wir weiter in die nur wenige Kilometer entfernte Stadt Elmina.

Die heute etwa 25.000 Einwohner zählende Stadt Elmina, pittoresk in der Edina-Bucht gelegen, war der erste Ort in Ghana, der von Europäern besetzt wurde. Dies geschah in den Siebziger Jahren des 15. Jahrhunderts, als die Portugiesen ihre Interessen am Gold- und Elfenbeinhandel sichern wollten. 1482/3  bauten sie zwei imposante Burgen als Stützpunkte, São Jorge da Mina und São Jago da Mina. Diese beiden Handelsposten und Proviant-Stationen für vorbei reisende Schiffe wurden nach der Entdeckung Amerikas hauptsächlich für die Gefangenhaltung von Sklaven benutzt. 1637 wurde São Jorge da Mina oder Elmina Castle, wie es heute genannt wird, von den  Holländern erobert und erweitert.

Am Morgen besichtigen wir Elmina Castle, das wie Cape Coast Castle seit 1972 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Über eine den Schutzgraben überspannende Zugbrücke gelangen wir in den Innenhof der Festung. Unser Blick fällt sofort auf ein Tor, über dem ein Totenkopf prangt. Unser Führer wird später erklären, dass hier aufbegehrende Sklaven eingesperrt wurden. Keiner von ihnen kam je lebendig aus dieser Zelle wieder heraus. Wir beginnen unseren Rundgang mit den getrennten Sklavenkerkern für Männer und Frauen. Besonders beklemmend: die Pforte ohne Wiederkehr. Durch einen schmalen Spalt in der Mauer verließen die Sklaven die Burg und wurden auf die Schiffe verfrachtet, die sie unwiderruflich von der Erde ihrer Vorfahren wegbrachten. In den oberen Stockwerken befinden sich die Räume der höheren Offiziere, die Küche und ganz oben die Gemächer des Gouverneurs.  Die Vorstellung, wie die holländischen Besatzer hier üppige Mahlzeiten verzehrten und rauschende Feste feierten, während unten in den Verliesen die Menschen vor sich hin siechten, lässt einen schaudern. Ein Psalm über der Tür der Messe wirkt wie Hohn. Auch hier in Elmina Castle sind die zahlreichen, immer noch bedrohlich wirkenden Kanonen nicht zu übersehen.

Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.  Gleich bei der Burg befindet sich der malerische Hafen von Elmina, auf dem Benya- Fluss, der hier ins Meer mündet.  Dicht aneinander liegen Hunderte von farbenfrohen und mit bunten Fahnen geschmückte Holzboote, sie wirken wie ineinander verkeilt. Von einer Brücke über den Fluss hat man einen optimalen Blick auf das geschäftige Durcheinander im Hafen. Wenn morgens die Fischer vom Meer zurückkehren, stehen Menschentrauben auf der Brücke, um sie zu begrüßen. Sofort wird der Fang ausgeladen und weiterverkauft. Elmina ist ein Feuerwerk der Sinne: schreiende und gestikulierende Verkäufer, leuchtend bemalte Boote, der durchdringende Geruch von Fisch. Den salzigen Geschmack des aufgewühlten Ozeans auf der Zunge arbeiten Sie sich durch ein Gewimmel von Menschen, die drängen und schubsen und  stoßen. Frauen balancieren behände riesige Schüsseln voll Barrakudas, Sardinen oder Shrimps auf dem Kopf  und bahnen sich ihren Weg auf den nebenan liegenden Fischmarkt. Auf einer Schiffswerft wird eifrig gesägt und gehämmert.

Auf einem Hügel gegenüber São Jorge da Mina thront São Jago da Mina, die holländische Conraadsburg. Lassen Sie von hier den Blick über den quirligen Hafen, das schäumende Meer und die stolze Festung Elmina Castle schweifen.

Sie können heute aber auch entspannen und den Tag in der pittoresken Bucht Edina am palmengesäumten Strand verbringen.

 

 

Tag 5

Elmina – Kakum – Cape Coast – Elmina

 

Heute erwartet uns eine Exkursion in die nähere Umgebung von Elmina. Hier wartet  ein weiterer Höhepunkt auf uns: wir besuchen den küstennahen, nur rund 50 Kilometer von Elmina entfernt gelegenen Kakum-Nationalpark, der 1990 gegründet wurde und über eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur verfügt. In dem 350 km² großen Naturschutzgebiet wurden mindestens 40 Säugetierarten gezählt, darunter die äußerst raren Waldelefanten, Waldbüffel, Bongos und Riesenwildschweine, Auch 266 Vogelarten wurden gesichtet, davon acht vom Aussterben bedrohte wie das Weißbrust-Perlhuhn und der Babali-Hornvogel.

Ein besonderes Abenteuer erwartet uns: der Canopy Walkway. Sieben Hängebrücken führen durch die Wipfel der Baumriesen. In bis zu 45 m Höhe werden dem Besucher Atem beraubende Ausblicke auf die einzigartige Flora und Fauna des immergrünen Regenwaldgebietes gewährt. Jede Brücke endet auf einer Plattform, wo man kurz verweilen und die Natur in sich aufsaugen kann. Eine wackelige Angelegenheit ist das schon, doch keine Angst: das insgesamt 350 Meter lange Brückensystem ist gut gesichert, und wir sind in Begleitung eines erfahrenen Guides. Wem es doch zu mulmig sein sollte, der kann auch alternativ einen Nature Walk machen. Ein bestens ausgebildeter Führer erklärt Ihnen dann  auf einem Rundgang durch den faszinierenden Regenwald die wichtigsten tropischen Pflanzen und deren medizinische Bedeutung.

Unsere Mittagspause legen wir heute in Cape Coast ein. Direkt neben der Burg befindet sich ein beliebtes Restaurant, das exzellente Fisch- und Meeresfrüchtespeisen oder auch leckere Fleischgerichte serviert. Anschließend besichtigen wir Cape Coast und seine imposante Festung.

Die geschichtsträchtige Stadt, die bereits vor Ankunft der Europäer als winziges Fischerdorf existierte, war bis 1876 Hauptstadt der britischen Kolonie Goldküste. Heute ist Cape Coast noch immer die Kapitale der Central Region und  hat sich zu einer Hochburg für Bildung entwickelt.

Majestätisch erhebt sich Cape Coast Castle über dem tiefblauen Ozean. Die Burg war nach ihrer Grundsteinlegung heiß umkämpft, ehe die Briten während des anglo-holländischen Kriegs 1664-65 das Rennen gewannen und hier ihr Hauptquartier im Golf von Guinea und später auch ihren Gouverneurssitz einrichteten. Cape Coast verdankt seine Bedeutung als einer der wichtigsten Handelshäfen jener Zeit seiner günstigen Position als Knotenpunkt der maritimen Handelswege der Europäer und der Karawanenrouten durch den Sahel. Gold, Elfenbein, Gewürze und Kaffee wurden hier getauscht gegen Munition, Tabak, Rum und Metallgegenstände. Doch zum bedeutendsten Handelsgut entwickelte sich schnell die „Ware“ Mensch. Cape Coast wurde zu einem der Hauptumschlagsplätze für Sklaven und die erhabene Burg spielte dabei eine traurige Rolle.

Kaum vorstellbar sind die entsetzlichen Fakten, die uns während unserer Besichtigung präsentiert werden: vermutlich 60 Millionen Menschen wurden  in der Zeit der Sklaventransporte hauptsächlich Richtung Neue Welt verschifft; wahrscheinlich kam nur etwa ein Drittel der in dunklen Schiffsrümpfen zusammengeketteten und auf engstem Raum zusammengepferchten Frauen, Männer und Kinder überhaupt lebend an. Bevor sie auf die draußen auf dem Meer ankernden Schiffe verfrachtet wurden, waren sie eingesperrt in unterirdischen Verliesen der Burg, Hunderte von Menschen auf kleinstem Raum ohne Licht, ohne Kleidung, ohne Frischluft und mit unzureichender Nahrung und Wasser. Erschütternd wird der Leidensweg der dort eingekerkerten Menschen in einem Museum vor dem Rundgang durch die Zellen der Gefangenen und die Gouverneursräume dargestellt. Im Hof der Burganlage finden wir mehrere Gräber, unter anderem die des Gouverneurs MacLean und seiner Gattin Leticia Landon sowie von Philip Kwakwe, dem ersten anglikanischen Priester afrikanischer Herkunft in Cape Coast. Noch immer zeigen zahlreiche Kanonen drohend auf das Meer hinaus.

Unter den tiefen Eindrücken des Gesehenen verlassen wir Cape Coast und fahren zurück nach Elmina.

 

              

 

 

Tag 6

Elmina - Lake Bosumtwi

Anschließend nehmen wir Abschied vom Atlantischen Ozean und begeben uns ins Landesinnere. Wir setzen unsere Reise fort, in das Herz Ghanas, die Ashanti-Region. Tropischer Regenwald begleitet uns den ganzen Tag, immer wieder unterbrochen durch authentische kleine Dörfer. Typisch für diese Gegend ist, dass entlang der Straße Plakate zum Gedenken an verstorbene Dorfbewohner aufgereiht sind. Achten Sie einmal auf die Altersangabe, manche haben geradezu biblisches Alter erreicht!

Unsere Tagesetappe endet in Abono am Bosumtwi-See, den wir am frühen Nachmittag erreichen. Vor rund anderthalb Millionen Jahren ist hier ein Meteorit eingeschlagen und hinterließ einen bis zu 70 Meter tiefen Krater, der sich mit Wasser füllte: so entstand der hübsch in Berge eingebettete Bosumtwi-See. Vom Ufer aus können wir den geschickten Fischern zusehen, wie sie auf schmalen Holzlatten durchs Wasser gleiten und mit Händen und Füßen rudern, um ihre Netze auszuwerfen. Nach dem Glauben der Ashanti wohnt ihr wichtigster Gott Twi im Bosumtwi-See, und der mag kein Eisen. Aus diesem Grunde durften lange Zeit keine eisenhaltigen Gegenstände ins Wasser gelangen, woraus sich diese besondere Technik des Fischens entwickelte, die man heute noch beobachten kann.

Unser geschmackvoll angelegtes Guesthouse liegt direkt am See und verfügt über einen sauberen Sandstrand. Der kristallklare See lädt zum Baden ein, doch Sie können auch einen schönen Spaziergang unternehmen.

 

 

Tag 7

Lake Bosumtwi – Kumasi

Beginnen Sie den Tag mit einem erfrischenden Bad im klaren Wasser des Bosumtwi-Sees. Anschließend fahren wir durch Kakao-Plantagen in das etwa eine Stunde entfernt liegende Kumasi.

Die Universitätsstadt Kumasi ist mit anderthalb Millionen Einwohnern nicht nur die zweitgrößte Stadt des Landes, sie ist auch das kulturelle Zentrum von Ghana und das Herz der Ashanti-Region. Der Name leitet sich aus der Ashanti-Sprache ab und bedeutet so viel wie „unter dem Kum-Baum“. Einer Legende zufolge pflanzte der Hohepriester Okomfo Anokye  an zwei verschiedenen Stellen des Reiches je einen Setzling dieses Baumes, von denen nur der im heutigen Kumasi prächtig  gedieh: ein gutes Omen, das den Grundstein für die Stadt legte. Ab Ende des  17. Jahrhunderts war Kumasi die Hauptstadt des Ashanti-Königreichs, eines der bedeutendsten  Königreiche Westafrikas. Bis zu seiner Zerstörung durch die Briten um 1900 galt Kumasi als prachtvolle, stolze Stadt, doch alle kostbaren Zeugnisse seiner Geschichte verbrannten. Heute gibt es nur noch ein paar wenige Reste aus der glorreichen Epoche, die überwiegend im Kriegsmuseum aufbewahrt sind.

Wir beginnen unsere Stadtbesichtigung mit dem Kulturzentrum. Neben der Städtischen Bibliothek, Souvenirgeschäften und einer Modell-Kakaoplantage befinden sich hier zahlreiche Werkstätten, in denen traditionelles Kunsthandwerk hergestellt wird. Das Zentrum soll damit die Besucher mit den beeindruckenden Aspekten der ghanaischen Kultur vertraut machen. Unter anderem können wir dort Malern, Webern, Schmieden, Holzschnitzern, Töpfern und vielen anderen Künstlern und Handwerkern über die Schulter schauen. Auf dem Gelände befindet sich auch das Prembeh II Jubilee Museum, in dem unter anderem historische Schätze wie die Unabhängigkeitswanne oder der falsche Goldene Stuhl ausgestellt sind. Die Geschichte des Letzteren ist recht amüsant. Der Goldene Stuhl ist jedem Ashanti heilig, da er die Seele des Reiches beherbergt, wurde er doch der Legende nach vom Hohepriester Anokye eigens vom Himmel geschickt, um den Fortbestand des Reiches zu sichern. Als die Engländer um 1900 die Stadt einnahmen, forderten sie die Übergabe des Goldenen Stuhls.  Empört über die Missachtung ihrer heiligsten Werte, griffen die Ashanti zu einer List. Statt dem echten Goldenen Stuhl fertigten sie ein zum Verwechseln ähnliches Duplikat an und überreichten dieses den Engländern. Es dauerte Jahrzehnte, bis diese die Schummelei bemerkten. Da haben die cleveren Ashanti den Kolonialherren ein schönes Schnippchen geschlagen!

Eine der Hauptattraktionen von Kumasi ist der Manhyia Palast, wo der König von Ashanti, Nana Osei Tutu II residiert. Falls heute das Akwasidae-Fest stattfindet, werden wir diesem beiwohnen.

 

 

Tag 8

Kumasi – Boabeng Fiema - Techiman

 

Am Morgen haben Sie noch Gelegenheit, den Kejetia-Zentralmarkt von Kumasi zu besuchen. Mit etwa 10 ha Areal ist er einer der größten und bedeutendsten Märkte Westafrikas und zählt zu den Höhepunkten unserer Tour. Dieser Markt ist eine Herausforderung für jeden Touristen. Mit jedem Schritt, den wir tiefer eindringen in das Gewirr aus Gassen, Ständen, Menschen und Waren stellt sich immer mehr die Frage: wie finde ich hier nur wieder heraus? Sich unbeirrbar dicht an die Fersen unseres Stadtführers zu heften, hat sich hierbei als eine Erfolg versprechende Methode bewährt, und so können Sie sich beruhigt in dieses überwältigende Marktszenario stürzen. Probieren Sie einmal Fufu, das ghanaische Nationalgericht oder die leckere Erdnusssuppe Nkatekwan! Möchten Sie sich neu einkleiden? Hier ist die beste Gelegenheit, schöne einheimische Stoffe, wie die der Kente-Weber, zu kaufen.

Anschließend verlassen wir Kumasi und fahren weiter in Richtung Norden nach Techiman. Allmählich machen die Urwaldgiganten einer offenen Savannenlandschaft Platz mit hohen Gräsern und einzeln stehenden robusten Mango- und Shea-Butter-Bäumen, und immer häufiger sehen wir die urigen Baobabs. Der Baobab (Adansonia digitata) oder Affenbrotbaum gilt überall in Afrika als heiliger Baum. Alles an ihm findet Verwendung: seine Rinde wird zu geflochtenen Matten verarbeitet, aus seinen Früchten gewinnt man vitaminhaltigen Saft, die jungen Blätter werden als Gemüse gegessen und die Wurzeln sind in der traditionellen Medizin von Bedeutung.

Ganz in der Nähe von Techiman liegt das Boabeng-Fiema-Affenreservat. Hier bei den beiden Gemeinden Boabeng und Fiema sind über 500 Campbell’s Mona Meerkatzen und 200 schwarz-weiße Geoffroy’s Colobus Affen beheimatet. In manchen Teilen von Ghana gelten diese Tiere als heilig, so auch hier. Mensch und Tier leben in Eintracht. Wenn ein Affe stirbt, wird er sogar wie ein Mensch dort bestattet. Wir besuchen das Reservat am Nachmittag und erfreuen uns an den munteren Gesellen.

 

 

Tag 9

Techiman - Mole Nationalpark

Wir befinden uns inzwischen in der Brong-Ahafo-Region. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichen wir den Kintampo Wasserfall. Nur wenige Hundert Meter von der Hauptstraße entfernt stürzt der Pumpu River in mehreren Kaskaden in die Tiefe. Wir legen eine Rast ein, um ein wenig an dem hübschen Wasserfall zu verweilen.

Nach einer weiteren Stunde überqueren wir den Schwarzen Volta. Er ist der längste der drei in Burkina Faso entspringenden Quellflüsse des Volta. Wir können die Brücke über den mit zahlreichen grünen Inselchen durchzogenen mächtigen Strom zu Fuß überqueren und von dort oben das beschauliche Leben in den Dörfern am Flussufer betrachten.

Bald schon erreichen wir den Abzweig zu unserem Tagesziel: den Mole Nationalpark. Hier verlassen wir die gute Teerstraße und begeben uns auf eine holprige Piste. Über den kleinen, ländlichen Ort Damongo erreichen wir am Nachmittag Mole, den ältesten Nationalpark Ghanas.

 

                         

 

 

Tag 10

Mole Nationalpark

 

Der 1971 gegründete Nationalpark im Nordwesten des Landes ist eine der Hauptattraktionen in Ghana. Mit 4.840 km²  ist er nicht nur der größte Park in Ghana, sondern in ganz Westafrika. 93 Säugetierarten wurden gezählt, und der große Tierreichtum verspricht unvergessliche Pirschfahrten oder Safaris zu Fuß mit einem erfahrenen Führer.  Neben dem König der Tiere, dem Löwen, und anderen Großwildkatzen haben Sie auch gute Chancen Elefanten, Büffel oder Antilopen zu sehen. Auch Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn über 350 Vogelarten kommen im Mole Nationalpark vor, und es werden spezielle Wanderungen mit einem ornithologisch ausgebildeten Guide organisiert. Adler, Bussarde und Geier, aber auch Hornvögel sind häufig Gäste in Mole. Der Park ist auch landschaftlich sehr reizvoll. Wir fahren durch Baumsavanne mit beeindruckenden Akazienbäumen, Galeriewälder säumen die Flüsse.

Das Gebiet, auf dem der Park heute liegt, ist auch von historischer Bedeutung. Früher zogen Karawanen auf ihrem Weg von Salaga nach Wa und dann weiter nach Mali hier durch. Es war die Route der Sklavenhändler, die ihre Gefangenen zu den Sklavenmärkten an der Küste transportierten.

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Tierbeobachtung. Besonders aufregend ist ein sogenannter Game Walk, eine Pirsch zu Fuß. In Begleitung unseres erfahrenen Führers machen wir uns auf, Elefanten, Warzenschweine, Paviane, Kobantilopen, Wasserböcke und viele andere Tierarten zu entdecken. Mit etwas Glück kann es uns gelingen, die gefräßigen Dickhäuter aufzuspüren. Ein unbeschreibliches Gefühl, in ein paar Metern Entfernung von einem Elefanten zu stehen! Unser aufmerksamer Guide erklärt uns die Verhaltensregeln, damit die Beobachtung der wilden Tiere zu einem gefahrlosen Erlebnis wird.

 

 

Tag 11

Mole Nationalpark – Wa

 

Wer möchte, kann sich am frühen Morgen nochmals auf Pirsch begeben oder auch ein letztes Mal den Blick von der  nahegelegenen Aussichtsterrasse über die Savanne streifen lassen und die friedliche Atmosphäre genießen, die allerdings ab und zu von kecken Pavianen gestört wird. Anschließend führt uns unser Weg über Larabanga nach Wa, unserer letzten Etappe in Ghana. Der 4000-Seelen-Ort Larabanga liegt in unmittelbarer Nähe des Parkeingangs und  ist berühmt für seine Jahrhunderte alte Lehmmoschee im westsudanesischen Architekturstil. Das über 10 Meter hohe Bauwerk ist die älteste Moschee Ghanas und bietet uns einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die Gotteshäuser in Djenné, Timbuktu oder Mopti.

Bis Sawla fahren wir auf einer roten Laterit-Piste, nur wenige Dörfer liegen auf unserem Weg. Vereinzelt erinnern Schilder daran, dass wir uns noch immer am südlichen Rand des Mole Parks befinden. Ab Sawla ist die Straße geteert und so erreichen wir am frühen Nachmittag die bedeutendste Stadt der Upper-West-Region. Wa ist eine der ältesten Städte Ghanas und eine der am frühesten islamisierten Gegenden des Landes. Günstig an einer Handelsroute der vorbei ziehenden Sahelkarawanen gelegen, entwickelte sich Wa von einem Rastplatz für die Händler über einen bedeutenden Marktflecken zur Regionshauptstadt und zum Sitz des Wa-Na, des örtlichen Königs.

Nach unserer Mittagspause erkunden wir die Sehenswürdigkeiten des Ortes. Der unweit des Hauptkreisverkehrs gelegene Königspalast des Wa-Na wurde im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der alten sudanesischen Lehmmoscheen der Stadt errichtet. Vor dem festungsartigen Palastkomplex befinden sich die Gräber der ehemaligen Herrscher. Nur ein paar Hundert Meter in nordöstlicher Richtung entfernt stehen die moderne Große Moschee und eine alte aber recht gut erhaltene Moschee im westsudanesischen Stil.

Wir nutzen die letzte Gelegenheit, unsere Cedis auszugeben, denn morgen geht es nach Burkina Faso.

 

Tag 12

Wa - Bobo Dioulasso

 

Auf teilweise schlechter Piste fahren wir bis zu dem Grenzort Hamale  Wir verabschieden uns hier von Ghana und seinen freundlichen Menschen und sagen: hallo Burkina Faso!

Nach den Einreiseformalitäten geht es zunächst einmal in Richtung Westen auf guter Straße. Unweit der Grenze überqueren wir den Mouhoun, wie der Volta hier heißt. Ihm verdankt Burkina Faso seinen alten Namen Obervolta, ehe es in den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts vom damaligen Präsidenten Sankara umbenannt wurde in Burkina Faso, was so viel bedeutet wie „Land der Aufrechten“. Ein passender Name für die Burkinabé, die uns hilfsbereit, freundlich und aufgeschlossen begegnen.

Wir reisen durch das Gebiet der Lobi und statten diesem traditionell lebenden Stamm einen Besuch ab. Diese Ethnie, der rund 7 % der Bevölkerung angehören und die auch in Ghana und in der Elfenbeinküste zu finden ist, lebt zurückgezogen in der Gegend um Gaoua. In einem typischen Dorf lernen wir die Traditionen und Gepflogenheiten der animistischen Lobi kennen. Sie betreiben einen Ahnenkult und in ihren Dörfern stehen von Opferblut getränkte Altäre und Fetische, die vor bösen Geistern schützen sollen. Ihre geräumigen Lehmhäuser, auch maisons soukala genannt, gleichen Miniaturfestungen, ein Zeichen dafür, dass sich die Lobi über die Jahrhunderte immer wieder gegen Feinde zu verteidigen hatten.  Die Gehöfte liegen weit voneinander entfernt im Dorf verstreut, ebenfalls ein Schutzmechanismus gegen Eindringlinge. Einst lebten die Lobi überwiegend von der Jagd und vom Fischfang, inzwischen bestellen sie hauptsächlich Getreidefelder und betreiben Viehzucht.

Nach unserem interessanten und aufschlussreichen Besuch bei den Lobi setzen wir unsere Reise fort nach Bobo Dioulasso, das wir am Nachmittag erreichen, und quartieren uns dort im sehr schön angelegten Hotel L’Auberge ein.

Lassen sie den Tag ausklingen mit dem Besuch eines Live-Konzertes in einem der zahlreichen Garten-Cafés oder in einer Open-Air-Bar.

 

 

Tag 13

Bobo Dioulasso

Heute besichtigen wir die mit über einer halben Million Einwohnern zweitgrößte Stadt Burkina Fasos, die bereits im 15. Jh. unter dem Namen Sya gegründet wurde. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass schon um 1050 sich hier eine Siedlung befand. Bobo Dioulasso heißt übersetzt „das Haus der Bobo und der Dioula“, der beiden Völker, die sich hier ansiedelten. Heute ist Bobo, wie es liebevoll von seinen Bewohnern genannt wird, das wichtigste Handelszentrum des Landes und Musik-Hauptstadt

Wir beginnen unseren Rundgang mit dem Besuch der eindrucksvollen Großen Moschee, die Ende des 19. Jahrhunderts von dem religiösen Führer Almamy Sidiki Sanou erbaut wurde. Sie ist bis heute die größte Moschee Burkina Fasos und darf  in Begleitung eines Führers und nach Entrichten einer Eintrittsgebühr auch von Nicht-Muslimen betreten werden. Die schlichten Innenräume gewähren Platz für Hunderte von Gläubigen. Über ein Minarett gelangen wir auf das Dach und gewinnen so einen Eindruck von dem klug ausgearbeiteten Belüftungssystem. Zahlreiche Öffnungen gewährleisten die Frischluftzufuhr und lassen Licht in die Moschee dringen. Daneben liegen Tondeckel, die bei Regengüssen die Löcher abdecken, damit das Innere nicht überflutet wird.

Gegenüber der Moschee ist der Eingang in die Altstadt, die aus 4 Stadtteilen besteht, einem animistischen, einem muslimischen, einem Viertel der Griots und dem der Schmiede. Auf unserem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen sehen wir die größten phallusartigen Fetische der Animisten, wir werden eingeweiht in die Hirsebierbraukunst, können beobachten, wie sich die heiligen Welse im Fluss Houet tummeln und begegnen Schmieden und Bronzekünstlern. Der Besuch einer Gelbguß-Bronzegießerei gewährt uns Einblick in diese Kunst. Schritt für Schritt wird uns der aufwändige Herstellungsprozess von Bronzefiguren erläutert. Jedes Stück wird nach einer uralten traditionellen Methode hergestellt. Besonders die Mossi sind bekannt als exzellente Bronzegießer. Jeder Künstler hat seine Aufgabe: zuerst wird das zu gießende Objekt aus Wachs geformt und mit Lehm umhüllt. Die Form lässt man trocknen und erhitzt sie, um das Wachs heraus zu schmelzen. Das flüssige Metall wird anschließend in die Form gegossen, die nach Abkühlung zerschlagen wird. So erhält man das gegossene Stück, das abschließend gereinigt, abgeschmirgelt und poliert wird.

Ein anschließender Rundgang im neueren Teil der Stadt führt uns zuerst auf den lebhaften Grand Marché. In der 1998 abgebrannten und 2001 im neo-sudanesischen Baustil wieder errichteten Markthalle, sowie in den umliegenden Straßenzügen wird alles verkauft, was das Herz begehrt: von Yamswurzeln, Maniok, Obst und Gemüse, über bereits angerostete Nägel und Schrauben bis hin zu hochwertigen Stoffen. Eine Abteilung ist den Touristen gewidmet. Hier oder auch in einem der zahlreichen Souvenir-Geschäfte der Stadt ist die ideale Gelegenheit, eine fein geschnitzte Maske oder Statuen von guter Qualität zu erstehen. Töpferwaren hingegen erwirbt man am besten auf dem großen Töpfermarkt in der Nähe der Altstadt.

Nur einen Steinwurf entfernt erhebt sich die imposante Kathedrale und geht man von dort weiter in östlicher Richtung kommt man zum Bahnhof. Bobo Dioulasso lag auf der Bahnstrecke zwischen Abidjan und Niamey, eine Vision, die die Franzosen nie umsetzen konnten. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und immense Kosten ließen das Projekt nur bis Ouagadougou gedeihen, danach wurde es aufgegeben. Zugverbindungen zwischen Bobo und der Hauptstadt Ouagadougou bestehen jedoch bis heute. Das aus dem Jahr 1934 stammende Bahnhofsgebäude wurde in kolonialem Baustil errichtet.

Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, an einem Ausflug in das Dorf Koro teilzunehmen.

 

              

 

 

Tag 14

Bobo Dioulasso – Ouagadougou – Exkursion nach Manega

Nach dem Frühstück fahren wir weiter auf guter Teerstraße vorbei an zahlreichen Baumwollfeldern nach Ouagadougou, in die Hauptstadt Burkina Fasos, die wir am späten Vormittag erreichen.

Nach einer Mittagspause fahren wir in den rund 50 km von Ouagadougou entfernten Ort Manega, wo sich das interessante Museum de la Bendrologie befindet. Gegründet wurde es von Titinga Frédéric Pacéré, einem Autor und Rechtsanwalt, der hier eine Sammlung von Jahrhunderte alten Masken und Musikinstrumente sowie Kleidungsstücke der verschiedenen Ethnien Burkina Fasos zusammentrug. Daneben sind im Younyonsé Pavillon rund 60 Yakouga-Grabsteine zu sehen, die von einer Jahrtausende alten Kultur zeugen. Traditionelle Wohnhäuser der Mossi und Bobo sind ebenso zu besichtigen wie Skulpturen moderner Künstler Burkina Fasos.

 

 

Tag 15

Ouagadougou – Ausflug nach Tiébele

Am Morgen machen wir uns auf den Weg nach Tiébele. In der etwa 18000 Einwohner zählenden Gemeinde östlich von Po bietet sich uns die beste Gelegenheit, die Wandmalereien, mit denen die Frauen vom Stamm der Kassena ihre Lehmbauten verzieren, zu erleben. Eine ca. 2 ¾-stündige Fahrt, das letzte Stück davon auf roter Lateritpiste, bringt uns von Ouagadougou aus zum sogenannten Königspalast, dem Anwesen des Dorfchefs von Tiébele, wo die meisten der mit geometrischen Zeichen bemalten Häuser zu finden sind. Die Gestalt der Gebäude differiert je nach Familienstand: Rundhütten sind für Junggesellen, in rechteckigen wohnen Neuvermählte und in Häusern in Form einer Acht sind Großeltern mit ihren Enkeln untergebracht. Hier leben neben dem Dorfchef auch Hunderte seiner Verwandten, was schon einem Hofstaat gleich kommt. Das Auftragen der Fresken ist Frauensache. Jedes Jahr zu Beginn der Trockenzeit erneuern sie die ausdrucksstarken Malereien. Die schwarze Farbe wird  aus Graphitpulver gewonnen und das Weiß aus Speckstein. Mit Pinseln aus Perlhuhnfedern werden sie auf eine Grundierung aus roter Erde, Wasser und gekochten Nere-Schoten aufgetragen und verleihen den Häusern ihre faszinierende Ausstrahlung. Jedes der Muster birgt eine Symbolik, das beliebteste Symbol ist die Kalebasse. Ob Trinkbecher, Farbtopf oder Gefäß für Opfergaben: die Kalebasse ist das wichtigste Objekt im Leben der Kassena-Frauen und behält seine Bedeutung über den Tod hinaus. Am vierten Tag nach dem Tod einer Frau wird traditionell eine Kalebasse zerbrochen.

Mit einem lokalen Führer erkunden wir das Dorf, dabei darf auch eine Besichtigung der Innenräume nicht versäumt werden. Machen Sie sich auf ein besonderes Erlebnis gefasst! Die Häuser sind mit einem gut ausgeklügelten Sicherheitssystem versehen. Die Öffnungen sind nicht nur äußerst niedrig, sie sind auch dahinter nochmals mit einem Mäuerchen gesichert, über das wir in der Hocke klettern werden. Was für uns eine erheiternde Turnübung ist, ist für die Hausbewohner ein Schutzmechanismus: so werden ungebetene Eindringlinge abgewehrt.

Am Nachmittag kehren wir zurück in die Hauptstadt.

 

              

 

 

Tag 16

Ouagadougou - Rückflug

Gegründet wurde Ouagadougou im 11. Jahrhundert vom Volk der Yonyonsé unter dem Namen Kombemtinga, was so viel heißt wie „Stadt der Krieger“. Ihre Bedeutung erlangte sie jedoch als Hauptstadt des Mossi-Reiches und Sitz des Mogho Naaba, des Herrschers der Mossi, der sich hier 1681 niederließ. Der nannte die Stadt Wogdgo, aus dem sich dann Ouagadougou entwickelte.

Die moderne Hauptstadt bietet kaum architektonische Highlights, doch sie ist reich an Gärten, Parks und Straßencafés, von wo sich das bunte afrikanische Leben gut beobachten lässt. Die Einwohner sind stolz, ihre Stadt als Kunstmetropole zu präsentieren. Tatsächlich finden hier das ganze Jahr über Festivals statt, darunter auch das weltweit Beachtung findende Filmfestival FESPACO, und es gibt zahlreiche Kunstmärkte.

Auf einer Stadtrundfahrt am Vormittag erkunden wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nach einem Abstecher zum roten Backsteingebäude der  imposanten, 1934 errichteten Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis besuchen wir das  Village Artisanal de Ouagadougou. Dort stellen über 300 Kunsthandwerker ihre Waren in hervorragender Qualität aus. Ob Textilien, Schmuck, Lederwaren, Holzskulpturen oder Musikinstrumente, hier können Sie den Künstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und entspannt, ohne von Händlern bedrängt zu werden, einkaufen. Vergessen Sie dabei nicht, sich in der Kunst des Handelns zu üben!

Am Nachmittag kehren wir zurück ins Hotel, wo Sie sich bis zur Abfahrt zum Flughafen am Pool ausruhen können. Der Gruppe stehen 2 Tageszimmer bis zum Transfer zur Verfügung.

 

Programmänderungen vorbehalten

 

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